StartVaticanGrab von Johannes Paul II. im Petersdom: Standort und Besichtigung

Grab von Johannes Paul II. im Petersdom: Standort und Besichtigung

Das Grab von Papst Johannes Paul II. befindet sich heute in der Sebastianskapelle im Petersdom, unter dem Altar der Kapelle. Von 2005 bis 2011 lag seine Grabstätte dagegen in den Vatikanischen Grotten. Deshalb zeigen ältere Fotos oft einen ganz anderen Ort als den, den Sie heute im Petersdom sehen.

Grab von Johannes Paul II. kurz erklärt

  • Heutiger Standort: Sebastianskapelle im Petersdom
  • Lage: unter dem Altar der Kapelle, im rechten Bereich der Basilika nahe der Pietà
  • Besuch: im Rahmen des Petersdombesuchs möglich
  • Ticket: kein separates Ticket für die Grabstätte erforderlich
  • Früheres Grab: von 2005 bis 2011 in den Vatikanischen Grotten
  • Seit 2011: Grabstätte in der Sebastianskapelle
  • Sichtbar: Altar und geschlossene Grabstätte; weder Sarg noch Körper sind zu sehen
  • Glassarg: nein
  • Hinweis: Während Gottesdiensten oder aus organisatorischen Gründen kann der unmittelbare Zugang zum Altar zeitweise eingeschränkt sein.
Grab von Johannes Paul II. unter dem Altar der Sebastianskapelle im Petersdom
Das heutige Grab Johannes Pauls II. befindet sich unter dem Altar der Sebastianskapelle.

Wo befindet sich das Grab von Johannes Paul II. heute?

Die heutige Grabstätte liegt in der Cappella di San Sebastiano, der Sebastianskapelle, innerhalb des Petersdoms. Das Grab befindet sich direkt unter dem Altar der Kapelle.

Als Orientierung hilft die Pietà von Michelangelo. Sie befindet sich ebenfalls auf der rechten Seite der Basilika und ist für die meisten Besucher deutlich leichter zu erkennen als der Name einer einzelnen Kapelle. Die Sebastianskapelle mit dem Grab Johannes Pauls II. liegt in diesem Bereich des Petersdoms, nahe der Pietà.

Damit ist auch die wichtigste räumliche Verwechslung geklärt: Das heutige Grab liegt oben im Kirchenraum. Die Vatikanischen Grotten unterhalb der Basilika waren lediglich der erste Bestattungsort Johannes Pauls II.

So finden Sie die Sebastianskapelle im Petersdom

Nach dem Betreten des Petersdoms orientieren Sie sich auf der rechten Seite der Basilika. Die Pietà ist dort der bekannteste und am leichtesten erkennbare Orientierungspunkt. Die Sebastianskapelle mit dem Grab Johannes Pauls II. liegt in ihrer Nähe.

Schematische Lage der Pietà und der Sebastianskapelle mit dem Grab Johannes Pauls II. im Petersdom
Die Pietà dient als Orientierungspunkt auf der rechten Seite der Basilika; die Sebastianskapelle liegt weiter im selben Bereich.

Für das heutige Grab bleiben Sie im Kirchenraum des Petersdoms – in die Vatikanischen Grotten müssen Sie dafür nicht hinabsteigen. Bei der letzten Orientierung helfen Ihnen vor Ort die Hinweise in der Basilika und das Personal.

Woran erkennt man das Grab unter dem Altar?

Suchen Sie nicht nach einem frei stehenden Sarkophag oder einem großen Grabmonument. Die Grabstätte ist in den Altar der Sebastianskapelle integriert.

Unter dem Altar sehen Sie die helle Marmorverkleidung der geschlossenen Grabstätte mit dem Namen des heiligen Johannes Paul II. Der Sarg selbst ist nicht sichtbar.

Marmorverkleidung des Grabs von Johannes Paul II. unter dem Altar der Sebastianskapelle
Die geschlossene Grabstätte befindet sich unmittelbar unter dem Altar; der Sarg selbst ist nicht sichtbar.

Kann man das Grab von Johannes Paul II. besichtigen?

Ja. Die Grabstätte liegt im Kirchenraum des Petersdoms und kann während des Besuchs der Basilika gesehen werden.

Ein Abstieg in die Vatikanischen Grotten ist dafür nicht nötig. Dort befand sich lediglich das frühere Grab Johannes Pauls II. von 2005 bis 2011.

Braucht man für die Grabstätte ein eigenes Ticket?

Für die Grabstätte selbst gibt es kein eigenes Ticket. Es gelten die allgemeinen Zugangsbedingungen des Petersdoms.

Wann kann der Zugang zur Kapelle eingeschränkt sein?

Die Sebastianskapelle wird auch für Gebet und Gottesdienste genutzt. Deshalb kann der unmittelbare Zugang zum Altar zeitweise eingeschränkt sein.

Beachten Sie in diesem Fall die Absperrungen und Hinweise des Personals vor Ort.

Was sieht man am Grab – und liegt Johannes Paul II. in einem Glassarg?

Nein. Johannes Paul II. ist an seinem heutigen Grab nicht in einem Glassarg zu sehen.

Besucher sehen den Altar der Sebastianskapelle und darunter die geschlossene Grabstätte. Als die sterblichen Überreste 2011 hierher überführt wurden, wurde die hölzerne teca unter dem Altar eingesetzt und die Nische anschließend mit einer großen weißen Marmorplatte verschlossen.

Die Vorstellung eines Glassarges entsteht leicht, weil Fotos und Berichte verschiedene Vorgänge vermischen können. Eine öffentliche Aufbahrung, die eigentliche Beisetzung, die spätere Öffnung eines Grabes und die heutige Grabstätte sind jedoch unterschiedliche Dinge.

Für den Besuch genügt deshalb eine einfache Unterscheidung: Sie sehen das Grab – nicht den Sarg und nicht den Körper.

Warum zeigen manche Bilder eine einfache Grabplatte in den Grotten?

Weil Johannes Paul II. tatsächlich mehrere Jahre an einem anderen Ort begraben war.

Nach seinem Tod 2005 wurde er zunächst in den Vatikanischen Grotten unter dem Petersdom beigesetzt. Dort blieb seine Grabstätte bis 2011.

Das damalige Grab war mit einer schlichten hellen Grabplatte gekennzeichnet. Genau diese Platte ist noch heute auf vielen älteren Fotos von Johannes Paul II. zu sehen.

Die Bilder sind also nicht falsch. Sie zeigen lediglich das frühere Grab und nicht die heutige Grabstätte in der Sebastianskapelle.

Frühere Grabplatte von Johannes Paul II. in den Vatikanischen Grotten von 2005 bis 2011
Das frühere Grab Johannes Pauls II. in den Vatikanischen Grotten. Hier war er von 2005 bis 2011 bestattet. Quelle – Wikimedia Commons / Public Domain.

Wenn Sie die Grotten selbst besuchen und mehr über die dortigen Papstgräber erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen in unserem Beitrag über die ➤ Vatikanischen Grotten im Petersdom.

Was befindet sich unter dem Altar?

Unter dem Altar befinden sich die sterblichen Überreste Johannes Pauls II. in der bei der Überführung 2011 als teca bezeichneten hölzernen Umhüllung. Für Besucher sichtbar ist jedoch nur die geschlossene Grabstätte – weder der eigentliche Sarg noch der Körper.

Wie ein päpstlicher Sarg aufgebaut ist, welche Funktion der innere Metallsarg erfüllt und warum häufig vom Zinksarg gesprochen wird, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag über den ➤ Zinksarg des Papstes.

Warum wurde Johannes Paul II. aus den Vatikanischen Grotten umgebettet?

Der Wechsel des Grabortes steht unmittelbar mit der Seligsprechung Johannes Pauls II. im Jahr 2011 in Verbindung.

Bis dahin lag er in den Vatikanischen Grotten. Im Zuge der Seligsprechung wurden seine sterblichen Überreste aus dem dortigen Grab entnommen und anschließend in die Sebastianskapelle im Kirchenraum des Petersdoms überführt.

Seitdem befindet sich seine Grabstätte unter dem Altar der Kapelle. Das erklärt zugleich, warum die Aussage „Johannes Paul II. wurde in den Vatikanischen Grotten bestattet“ historisch richtig ist, einen heutigen Besucher aber zum falschen Ort führen kann.

Das erste Grab in den Vatikanischen Grotten von 2005 bis 2011

Johannes Paul II. starb am 2. April 2005. Nach der Beisetzungsfeier am 8. April wurde er in den Vatikanischen Grotten bestattet.

Für das Grab wurde die Stelle genutzt, an der zuvor Johannes XXIII. bestattet gewesen war. Johannes Paul II. blieb dort fast sechs Jahre.

Die damalige Grabstätte war mit einer schlichten hellen Platte gekennzeichnet. Sie ist auf zahlreichen älteren Aufnahmen zu sehen und erklärt, warum bei einer Bildersuche bis heute zwei sehr unterschiedliche Grabstätten erscheinen.

Für die heutige Orientierung ist jedoch entscheidend: Seit 2011 liegt Johannes Paul II. nicht mehr in den Grotten.

Die Überführung in die Sebastianskapelle im Mai 2011

Der Ortswechsel lässt sich zeitlich genau nachvollziehen.

Am 29. April 2011 wurde das Grab Johannes Pauls II. in den Vatikanischen Grotten geöffnet. Die hölzerne Umhüllung mit seinen sterblichen Überresten wurde herausgenommen und zunächst im Bereich der Grotten beim Grab des Apostels Petrus aufbewahrt.

Am 1. Mai 2011 sprach Papst Benedikt XVI. seinen Vorgänger selig. Anschließend konnten Gläubige im Petersdom an seinen sterblichen Überresten vorbeiziehen.

Am Abend des 2. Mai erfolgte schließlich die Überführung in die Sebastianskapelle. Die hölzerne teca wurde unter dem Altar eingesetzt und die Nische mit einer großen weißen Marmorplatte verschlossen.

Damit entstand die Grabstätte, die Besucher heute im Petersdom sehen.

Warum wird das frühere Grab heute mit Benedikt XVI. verbunden?

Weil Benedikt XVI. seit 2023 an der früheren Grabstelle Johannes Pauls II. in den Vatikanischen Grotten bestattet ist.

Nach dem Requiem für Benedikt XVI. am 5. Januar 2023 wurde sein Sarg in die Grotten gebracht und an jener Stelle beigesetzt, an der Johannes Paul II. bis 2011 gelegen hatte.

Die beiden Päpste liegen heute also an unterschiedlichen Orten: Johannes Paul II. in der Sebastianskapelle im Kirchenraum, Benedikt XVI. in den Vatikanischen Grotten.

Warum ist die Grabstätte für viele Besucher und Pilger wichtig?

Johannes Paul II. wurde 2011 selig- und am 27. April 2014 heiliggesprochen. Seine Grabstätte ist deshalb nicht nur ein historischer Ort, sondern weiterhin ein Ort des Gebets und der Verehrung.

Auch heute kommen Menschen gezielt in die Sebastianskapelle, um dort zu beten oder einen Moment innezuhalten. Bei Gedenkgottesdiensten für Johannes Paul II. spielt die Grabstätte ebenfalls weiterhin eine Rolle.

Blick in die Sebastianskapelle im Petersdom mit dem Grab Johannes Pauls II. unter dem Altar
Blick in die Sebastianskapelle: Die Grabstätte Johannes Pauls II. befindet sich unter dem Altar.

Wer die Kapelle während eines normalen Rundgangs durch den Petersdom erreicht, sollte diesen Charakter des Ortes berücksichtigen. Nicht jeder Besucher vor dem Altar möchte lediglich ein Grab besichtigen.

Wie verhält man sich an der Grabkapelle?

Ein besonderer Regelkatalog ist dafür nicht nötig. Verhalten Sie sich ruhig, respektieren Sie Gottesdienste und persönliche Gebete und halten Sie Durchgänge frei.

Für Fotos und den unmittelbaren Zugang zum Altar sind die jeweils aktuellen Hinweise in der Basilika und die Anweisungen des Personals maßgeblich.

Fazit: Heute Sebastianskapelle, früher Vatikanische Grotten

Das Entscheidende für Ihren Besuch: Seit Mai 2011 befindet sich das Grab Johannes Pauls II. unter dem Altar der Sebastianskapelle im Petersdom. Die Vatikanischen Grotten waren dagegen sein erster Bestattungsort von 2005 bis 2011. An dieser früheren Grabstelle wurde später Benedikt XVI. beigesetzt.

Für die Orientierung zu weiteren Kapellen, Kunstwerken und wichtigen Orten finden Sie hier unsere Übersicht zu den ➤ Sehenswürdigkeiten im Petersdom.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Angaben dieses Beitrags beruhen überwiegend auf offiziellen Veröffentlichungen des Heiligen Stuhls, von Vatican News und der Fabbrica di San Pietro. Stand der Quellenprüfung: 11. September 2026.

Hinweis zur redaktionellen Verantwortung: Dieser Artikel wurde auf Basis journalistischer Recherchen von L. Neudorf in Zusammenarbeit mit der Redaktion von Rom2Go erstellt. Alle Informationen wurden sorgfältig geprüft, um Ihnen eine verlässliche und hilfreiche Grundlage für Ihren Besuch in Rom zu bieten.

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Hinter den Artikeln auf Rom2Go steht Lukas Neudorf – Reisejournalist und Rom-Experte mit langjähriger Erfahrung.

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Alle Inhalte stammen direkt von Lukas – mit Herz, Verstand und echter Leidenschaft für Rom.

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